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Sonntag, 19. Februar 2017

Predigt

Am 13. Februar 2017 in Dresden

Foto: M. Baudisch/ Quelle:
http://www.bistum-dresden-meissen.de
Liebe Schwestern und Brüder,

der 13. Februar liegt wie ein trüber Schleier über dieser Stadt. Das ist für mich deutlich spürbar. Als Dresdener Neubürger erlebe ich diesen Tag erstmalig, mir fehlen noch Detailkenntnisse der Stadtgeschichte und an Kenntnis Dresdner Befindlichkeiten.
Mir fällt auf, es ist in den letzten Tagen laut geworden in der Stadt.
Es gab Demonstrationen  und auch Gegendemonstrationen.  Dieser Tag irritiert, vor allem, wenn man ihn zum ersten Mal erlebt.
Ich wollte dem 13. Februar in Dresden auf die Spur kommen, um diesen Tag zu verstehen, auch, um diese Stadt zu verstehen.  Aus diesem Grunde habe ich mich in einer etwas ungewöhnliche Weise auf den heutigen Tag vorbereitet. Ich habe dazu an einer Stadtführung teilgenommen, die gerade nicht die touristischen Highlights Dresdens, sondern ausschließlich einige Erinnerungsstätten des 13. Februar in der Innenstadt in den Blick genommen hat.

Zuerst waren wir am Denkmal des „Großen Trauernden“, zwischen Frauenkirche und Brühlscher Terrasse. Ich war schon oft daran vorbeigelaufen, es ist mir nicht sonderlich aufgefallen. Ein Mann, der die Hände vors Gesicht schlägt und in sich versunken ist. So muss es den Menschen gegangen sein, die das zerstörte Dresden am Morgen des 14. Februars 1945 gesehen haben. Bischof Heinrich Timmerevers bei seiner Predigt zum 13. Februar. 

Weiter ging es zur Dresdner Synagoge, zur neuen und zum Denkmal der alten Synagoge, die 1938 in der Reichspogromnacht gewaltsam niedergebrannt wurde. Auf den ersten Blick hat das mit dem 13. Februar nichts zu tun, aber natürlich hat das damit zu tun. Der Krieg ging von Deutschland aus und kam nach Deutschland zurück. Der Krieg hatte nicht erst 1939 begonnen.

Sonntag, 3. Juli 2016

Vom Schreibtisch in die Herzen

http://www.thalia.de/
shop/home/rubrikartikel/
ID42443033.html?ProvID=11000522
Literaturempfehlung: Marco Kranjc: Evangelisch für Dummies.Das Alpha und Omega des evangelischen Glaubens. WILEY-VCH Verlag Weinheim, 2016

Kapitel 9: Vom Schreibtisch in die Herzen. Die Predigt.

Hier wird in anschaulicher Weise beschrieben, was unter Homiletik zu verstehen ist - der Prediglehre, einer Verbindung von praktischer Theologie und Rhetorik. Was ist das Ziel einer Predigt? Woher bekommt der Prediger sein Thema? Wie Predigt er mit Gewinn?

Dreistufige Kanzel in der Kapelle
von Fort George bei Inverness, Schottland
Foto: Rode
Kleine Episode (S. 161): Treffen sich zwei Pastorensöhne. Der eine sagt: "Mein Vater kann über ein und denselben Bibelvers ein Jahr lang jeden Sonntag eine Predigt halten." Sagt der andere: "Mein Vater kann aber zu jedem beliebigen Bibelvers immer die gleiche Predigt halten."

Für das Lutherjahr 2017 habe ich mir noch ein Buch bereit gelegt: Birgit Stolt. Martin Luthers Rhetorik des Herzens. Mohr Siebeck Verlag Tübingen, 2000. Können wir in dieser Hinsicht heute noch vom Reformator lernen? Sicher, sage selbst ich als Atheist! Es ist schon bezeichnend, wenn das Evangelium des Johannes beginnt mit "Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott...".  Ich deute das auch damit, dass das gesprochene Wort, unsere direkte verbale Kommunikation durch nichts zu ersetzen ist. Auch im im digitalen Zeitalter ändert sich nichts daran, trotz Internet und Smartphone.

Eine gute Quelle für die aktuelle Rhetorik ist auch die Webseite www.predigtpreis.de.