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Samstag, 29. März 2025

Literaturempfehlung

Rhetorische Kommunikation = Reden + Zuhören + Reden + Zuhören + ...

Bernhard Pörksen: Zuhören. Die Kunst, sich der Welt zu öffenen. Carl Hanser Verlag, 2025

"Wirkliches Zuhören ist gelebte Demokratie im Keinen, Anerkennung und Akzeotanz von Verschiedeneheit, Suche nach dem Verbindenden, KLärung des Trennenden, gemeinschaftliche Erkudnung einer Welt, die überhaupt erst im Miteinnder-Reden und Miteinander-Zuhören entsteht."

Samstag, 29. Juli 2023

Literaturempfehlung

Juli Zeh: Corpus Delicti - keine leichte Kost

"Welches Menschenbild pflegen wir, wie wollen wir zusammen leben, welche Werte sind für uns wichtig?"

Die mehrfache Literaturpreis-Trägerin wurde 2018 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Empfehlung: Zunächst das Begleitbuch "Fragen zu Corpus Delicti"  zu lesen, halte ich für unbedingt wichtig.

"Demokratie und Rechtsstaat sind untrennbar miteinander verbunden. Wenn das Recht nicht gleichermaßen für alle gilt, egal, ob reich oder arm, mächtig oder schwach, wenn sich also die Eliten dem Zugriff der Justiz entziehen können, gerät ein System aus der Balance und kann nur noch durch Repressionen aufrecht erhalten werden. Gesellschaftlicher Frieden ist dann nicht mehr möglich.

Seit Neuestem verkünden rechtspopulistische Stimmen immer wieder, unser Rechtsstaat sei degeneriert oder krank... solche Aussagen [sind] ebenso falsch wie gefährlich... Unser Rechtssystem ist eines der besten der Welt, und es werden Tag für Tag enorme Anstrengungen darauf gerichtet, dass das so bleibt. Wir müssen immer wieder klarstellen, was ein Rechtsstaat ist und was sein Funktionieren oder Nicht-Funktionieren ausmacht. 

Immer mehr Bürger neigen dazu, ihre persönliche Unzufriedenheit für ein politisches oder gar rechtliches problem zu halten. das heißt, wenn ihnen etwas nicht gefällt, dann glauben - oder behaupten - sie, die Demokratie sei dysfunktional, das politische Personal unfähig oder der Rechtsstaat kaputt. Dieses falsche Misstrauen vergiftet die Stimmung in ganz Europa und schlägt sich in den Wahlerfolgen rechtspopulistischer Parteien nieder." 

Begleitbuch Fragen zur Corpus Delicti, S. 90 f.)

Dieser Roman (2009) entstand zunächst als Bühnenstück, ist keine leichte Kost und nicht jeder wird ihn gleich bis zum Ende lesen. Aber je mehr man sich hineinfrisst, desto deutlich wird die brisante Aktualität. Deshalb steht er in vielen Bundesländern auf dem Lehrplan für den Deutschunterricht und gehört teilweise sogar zum Abiturstoff.

www.juli-zeh.de

Mittwoch, 22. April 2020

Über Stil

Bemühung um einen besseren Stil ist Bemühung um demokratischere Verhältnisse


zitiert von Wilhelm Rettler
"Demokratischere Verhältnisse sind Verhältnisse, in denen mehr Personen ihreAbsichten durchsetzen können als bisher. Von einem bestimmten Stadium an heißt Absichten durchsetzen, sich selbst regieren. Die Lust daran, sich selbst zu regieren steigt mit den Informationen darüber, was die anderen falsch machen, und warum sie es falsch machen.
Schreibende haben Schwierigkeiten mit Obrigkeiten. Guter Stil zeichnet sich durch Deutlichkeit aus. Obrigkeit hat kein Interesse an Deutlichkeit. Solange es Obrigkeiten gibt, ist die Deutlichkeit gegen sie.
In ihrer Literatur verständigt sich die Gesellschaft darüber, wie es ihr geht. Guter Stil erleichtert den Lesern die Orientierung in der Welt.“

Aus: Rauter, E.A.: Vom Umgang mit Wörtern. München 1978

Donnerstag, 19. März 2020

Literaturempfehlung in Zeiten von Corona

Aus meinem Bücherregal

Paul Watzlawick kennen wohl viele als den Altvater der Kommunikation und den Meister des »Unglücklichseins«. Mir fiel das unscheinbare, schon etwas vergilbte Büchlein (126 Seiten) beim Aufräumen meines Arbeitszimmers in die Hand. Jetzt hat mancher vielleicht etwas mehr Zeit zum Aufräumen, Stöbern und Schmökern. Seltsamerweise hatte ich dieses noch nicht gelesen. Ich schreibe mir sonst immer den Zeitraum auf die Titelseite. 

Im Anfang steht die große Manipulatorin, die Schicksalsgöttin Hekate, die mit ihren drei Hexen schon damals Macbeth mit Glücksversprechen ins Verderben gelockt hatte. Ergo: Es gibt es wohl nicht, das 100-prozentig Gute, die absolute Lösung, das totale Glück. Im Volksmund heißt es: Unter jedem Dach ist auch ein Ach. Und so liegen wir immer wieder Trugschlüssen auf, denn immer wieder kommt es anders und zweitens als man denkt.

Aber da blinzelt auch aus jeder der paradoxen Anekdoten verschmitzt der Erfinder der metakommunikativen Axiome heraus: Nullsummen und Nicht-Nullsummenspiele, digitale und analoge Kommunikation, männliche und weibliche Logik, Tücken der Begrifflichkeiten. Auf der Suche nach Glück und Sicherheit finden wir wohl mehrheitlich die Irrwege und Scheinlösungen.

Ich habe mir schon den nächsten Watzlawick auf den Schreibtisch gelegt: "Wenn Du mich wirklich liebtest, würdest Du gern Knoblauch essen". Piper Verlag, 2006. Das lese ich aber dann schon zum dritten Mal.

Samstag, 25. Januar 2020

Literaturempfehlung

Was macht einen guten Text aus?


Rorig. D.: Texten können: Das neue Handbuch für Marketer, Online-Texter und Redakteure. Mit Checklisten und Schreibanleitungen für alle Web-Textarten

Toll, hier steht so ziemlich alles drin, was man für das Content-Management braucht. Nun musst Du es nur noch anwenden.

Rheinwerk Verlag, Bonn 2020

Inhalt und Leseprobe: 
https://www.rheinwerk-verlag.de/texten-konnen_4837/

Sie auch:
https://www.zielbar.de/magazin/texter-gut-schlecht-19563/