Nach Timothy Garton Ash
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In seinem 2016 auf Deutsch erschienenen Buch Redefreiheit. Prinzipien für eine vernetzte Welt formuliert Ash „Zehn Prinzipien für die Redefreiheit in der digitalen Welt“. Er entwickelt sie aus einem von der Universität Oxford (Sitz seines Lehrstuhls) betriebenen Internetplattform-Projekt freespeechdebate.com), auf dem alle Recherchen zum Thema in dreizehn Sprachen dokumentiert und zur Diskussion gestellt werden:
- Alle Menschen müssen in der Lage und befähigt sein, frei ihre Meinung zu äußern und, ohne Rücksicht auf Grenzen, Informationen und Ideen zu suchen, zu empfangen und mitzuteilen.
- Weder drohen wir mit Gewalt noch akzeptieren wir gewaltsame Einschüchterung.
- Wir nutzen jede Chance, Wissen zu verbreiten, und tolerieren hierbei keine Tabus.
- Wir benötigen unzensierte,
vielfältige und vertrauenswürdige Medien, um gut informiert Entscheidungen
zu treffen und vollständig am öffentlichen Leben teilzuhaben.
- Wir sprechen offen und mit
robuster Zivilität über alle Arten von Unterschieden zwischen Menschen.
- Wir respektieren alle Gläubigen,
aber nicht unbedingt alle Glaubensinhalte.
- Wir sollten unsere Privatsphäre
schützen und Rufschädigungen entgegentreten können. Jedoch sollten wir
auch Einschränkungen der Privatsphäre akzeptieren, sofern dies im
öffentlichen Interesse ist.
- Wir müssen ermächtigt werden,
Einschränkungen der Informationsfreiheit zu hinterfragen, die etwa mit dem
Schutz der nationalen Sicherheit begründet werden.
- Wir verteidigen das Internet und
andere Kommunikationsmittel gegen illegitime Eingriffe durch öffentliche
und private Mächte.
- Wir treffen unsere eigenen
Entscheidungen und tragen dafür die Konsequenzen.
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